Alle teilen mit allen ihr Wissen. Gemeinsame Entwicklung statt exklusiver Urheberschaft. Teilen statt horten, Fülle statt Mangel. Was wie ein urchristliches Echo von einem anderen Stern klingt wurde in der kollektiven Entwicklung der freien Software Linux bereits erfolgreich praktiziert. Die "geteilte Erfindung Linux" fordert den quasi alleinherrschenden Konzern Microsoft erfolgreich heraus. Neu ist, dass die "Open Source-Haltung" nun in ganz unerwartete Bereiche vordringt. Eine leise Bewegung mit unfassbarem Potential. Franz Nahrada. Der berührende Referent ist Mitgestalter der dritten Oekonux-Konferenz in Wien "Reichtum durch Copyleft". Er gehört heute zu jenen Persönlichkeiten mit dem wohl umfassendsten Überblick über die aktuelle internationale Entwicklung dieser Bewegung.
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Das Gespräch thematisiert die Erweiterung des Open-Source-Prinzips auf wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Bereiche, wobei genossenschaftliche Organisationsformen zur Bündelung von Kompetenzen vorgeschlagen werden. Die Vision einer „GPL-Gesellschaft“ basiert auf dezentralen Netzwerken und dem Austausch von Wissen, während die Natur als Vorbild für offene Systeme dient. Zudem wird das Zusammenspiel von lokalem Handwerk mit global verfügbarem Wissen sowie der Übergang zu einem postfossilen Zeitalter erörtert.
