Das Denken im Rahmen des alten naturwissenschaftlichen Weltbildes ist geprägt von der monokausalen Logik von Ursache und Wirkung, entweder/oder, richtig/falsch. Die Quantenphysik legt uns ganz andere Bilder nahe: Am Grunde der Wirklichkeit finden wir mathematisch präzise formulierbare – schwingende Unbestimmtheit. Wirklichkeit ist im Grunde Potentialität, die Welt wird in jedem Augenblick neu erschaffen. Das Utopische, die Lösung im Nirgendwo, ist naheliegender als wir bisher gedacht haben. Hans-Peter Dürr gehört zu den herausragenden Physikern des 20. Jahrhunderts. Als mitreißender Referent und brillanter Grenzgänger zwischen Naturwissenschaft, Philosophie und konkretem Engagement hat er sich immer wieder profund in die gesellschaftspolitische Diskussion eingemischt. Er war u.a. Direktor des Max Planck- Institutes, Nachfolger von Werner Heisenberg und ist Träger des Alternativen Nobelpreises.
KI ZUSAMMENFASSUNG
Hans Peter Dürr erläutert auf Basis der Quantentheorie, dass Materie nicht als feste Substanz existiert, sondern aus Wahrscheinlichkeitszuständen und Wellenüberlagerungen besteht. Er argumentiert gegen einen strengen Determinismus und sieht in der Offenheit physikalischer Prozesse sowie in kognitiven Systemen die Möglichkeit für menschliche Willensfreiheit und kreative Gestaltung. Das Weltbild beschreibt das Universum als einen Prozess ständiger Veränderung, der durch geistige oder liebevolle Verbindungen zusammengehalten wird.
