Eine berührungsempfindliche, weiche Schutzhaut für kollaborierende Industrieroboter ersetzt die Schutzzäune und leitet im Falle einer Kollision sofort einen Not-Halt ein.
Industrieroboter mussten bisher in der Regel hinter Schutzzäunen arbeiten. Durch immer komplexer werdende Fertigungsabläufe und kleinere Stückzahlen wird vermehrt auf Zusammenarbeit von Mensch und Roboter in der Fertigung gesetzt. Die AirSkin, eine weiche, luftgefüllte, berührungsempfindliche Sensorhaut am Industrieroboter, reagiert nun bei einer Kollision innerhalb von zehn Millisekunden und stoppt den Roboter sicher. Damit können Menschen mit Industrierobotern sicher und ohne Schutzzaun zusammenarbeiten. Die eigens zu diesem Zweck vor knapp drei Jahren gegründete Wiener Firma Blue Danube Robotics stellt die ca 2 cm dicke, luftdichte Haut mittels addidiver Fertigung aus Polyurethanpulver her, maßgeschneidert als Einzelstück oder als Serienteil. Die AirSkin wird als Nachrüstsensor mit ihrem patentierten Befestigungssystem auf dem Roboter angebracht und an der Sicherheitssteuerung angeschlossen wo früher die Schutzzäune angeschlossen waren. Die mit AirSkin ausgerüsteten Industrieroboter benötigen weniger Platz in der Fertigung und ermöglichen nun die Automatisierung von zuvor nicht automatisierbaren Abläufen. Kunden kommen aus der Automobil- und Flugzeugindustrie, aber auch aus den Reihen der Roboterhersteller selbst.
KI ZUSAMMENFASSUNG
Die Blue Danube Robotics GmbH hat mit Airskin eine weiche, berührungssensitive Haut für Industrieroboter entwickelt, die bei einer Kollision durch Sensoren und eine luftgefüllte Membran sofort stoppt. Dieses System ermöglicht einen sicheren kollaborativen Betrieb ohne Schutzzaun, was Platz spart und die Flexibilität sowie Mobilität erhöht. Dadurch können KMUs erstmals ihre Produktion mit kleinen Stückzahlen automatisieren. Das nach der höchsten Sicherheitsklasse zertifizierte System ist für alle Robotermodelle nachrüstbar.
