WKOÖ | Rechtstipp: Urlaub

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Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit im Jahr, kann aber unter Umständen auch zu schwierigen, arbeitsrechtlichen Fragen im Betrieb führen. Um Missverständnisse von vornherein zu vermeiden, ist es ratsam Urlaubsvereinbarungen schriftlich abzuschließen. Es ist dabei auf die Erholungsmöglichkeiten des Arbeitnehmers genauso Bedacht zu nehmen, wie auf die Erfordernisse des Betriebes. Ein einseitiger Urlaubsantritt ist ebenso wenig möglich, wie das „In-den-Urlaub-schicken“ durch den Arbeitgeber. Auch Betriebsurlaub ist zu vereinbaren. Zu achten ist darauf, dass der Arbeitgeber nicht über den gesamten Jahresurlaub des Arbeitnehmers verfügen darf. Dem Arbeitnehmer sollten zumindest zwei bis drei Wochen seines Jahresurlaubs zur eigenen Disposition zur Verfügung stehen. Urlaub dient der Erholung der Mitarbeiter. Ein horten von Urlaubsansprüchen sollte vermieden werden. Weigert sich ein Arbeitnehmer Urlaub in Anspruch zu nehmen, so verjährt der Urlaubsanspruch zwei Jahre nach Ende des Urlaubsjahres in dem er entstanden ist. Das Auszahlen von Urlaubsansprüchen während des aufrechten Dienstverhältnisses ist nicht zulässig. Wenn am Ende des Dienstverhältnisses noch ein offener Urlaubsanspruch besteht, so ist dieser als Urlaubsersatzleistung auszubezahlen. Dieser Anspruch erlischt jedoch, wenn der Arbeitnehmer unberechtigt vorzeitig aus seinem Arbeitsverhältnis austritt. Ob tatsächlich ein derartiger Austritt vorliegt, klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen ab. Weitere Infos zum Thema: https://www.wko.at/

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20. Juli 2016

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