WKOÖ | Rechtstipp: Überstunden

WKOÖ | Rechtstipp: Überstunden

Wussten Sie, dass Überstunden nicht ohne weiteres 1:1 ausbezahlt werden können? Wenn Ihr Mitarbeiter beispielsweise an einem Tag neun Stunden und an einem anderen Tag sieben Stunden arbeitet, fällt für die neunte Stunde nach der gesetzlichen Ausgangslage dennoch der Überstundenzuschlag von 50 % an. Seit 1.1.2015 drohen sogar Verwaltungsstrafen, wenn Überstundenzuschläge nicht berücksichtigt werden. Die gute Nachricht, in aller Regel lässt sich die Arbeitszeit zumindest in einem gewissen Ausmaß derart flexibilisieren, dass es gar nicht erst zum Entstehen von Überstunden kommt. Gerade bei Bürokräften empfiehlt sich vielfach die Vereinbarung einer Gleitzeit, sodass die wöchentliche Normalarbeitszeit um bis zu 50 Stunden und die tägliche Normalarbeitszeit auf bis zu 10 Stunden ausgedehnt werden kann. Bei Arbeitern ist die Vereinbarung einer Gleitzeit nicht immer möglich, da dabei vorausgesetzt ist, dass sich die Mitarbeiter die Arbeitszeit in einem gewissen Ausmaß selbst einteilen können. Daher ist es wichtig zu überprüfen, ob der anwendbare Kollektivvertrag Bestimmungen für die Durchrechnung der Normalarbeitszeit enthält. Bitte beachten Sie, dass Sie für derartige Regelungen in Betrieben mit Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung und in Betrieben ohne Betriebsrat schriftliche Vereinbarungen mit allen betroffenen Mitarbeitern benötigen. Ob bzw. welche Möglichkeiten der Arbeitszeitflexibilisierung in Ihrem Betrieb konkret bestehen, darüber beraten wir Sie gerne. Weitere Infos: https://www.wko.at/

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8. Juni 2016

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