WKOÖ | Rechtstipp: Lohndumping

WKOÖ | Rechtstipp: Lohndumping

Wenn ein Arbeitnehmer weniger Lohn ausbezahlt bekommt, als ihm nach seinem Kollektivvertrag zusteht, liegt Lohndumping vor. Eine unter kollektivvertragliche Entlohnung kann vor allem dann eintreten, wenn irrtümlich ein falscher Kollektivvertrag angewendet wird oder der Mitarbeiter in eine falsche Verwendungsgruppe eingestuft wird. Auch wird kontrolliert, ob der Dienstnehmer seine Sonderzahlungen und Überstundenzuschläge erhalten hat. Die Mindeststrafe für Lohndumping liegt bei 1.000 Euro pro unterbezahltem Mitarbeiter. Werden vertraglich zugesagt Provisionen oder Prämien nicht ausbezahlt, droht zwar keine Strafe, aber der Arbeitnehmer kann natürlich seinen vertraglich zugesagten Anspruch auch durchsetzen. Sie können das Risiko eines Lohn- und Sozialdumpings aber auch durch eine überkollektivvertragliche Entlohnung reduzieren, da Überbezahlungen, etwaige nicht ausbezahlte Entgeltbestandteile ausgleichen können. Wenn Sie vor einer Kontrolle eine vollständige Nachzahlung an den Arbeitnehmer leisten, liegt kein strafbares Verhalten vor. Erfolgt die Nachzahlung an den Mitarbeiter nach einer Kontrolle, darf nur dann keine Anzeige gegen den Arbeitgeber erstattet werden, wenn es sich entweder um eine geringfügige Unterschreitung des Entgelts oder um leichte Fahrlässigkeit handelt. Alle Kollektivverträge finden Sie unter: https://www.wko.at/service/kollektivvertraege.html

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25. Mai 2016

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