WKOÖ | Rechtstipp: Arbeitszeitaufzeichnungen

WKOÖ | Rechtstipp: Arbeitszeitaufzeichnungen

Der Arbeitgeber hat genaue Aufzeichnungen über Arbeitszeiten und Ruhepausen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu führen. Aus diesen Aufzeichnungen muss ersichtlich sein, wann der Arbeitnehmer seine Arbeit begonnen und wann er sie beendet hat und wann die Arbeit durch Ruhepausen unterbrochen wurde. Unter welchen Voraussetzungen dieses System Vereinfachungen vorsieht, erklärt unser Rechtsexperte in diesem Rechtstipp. Vereinfachungen Es reicht aus die Nettoarbeitszeit aufzuzeichnen, wenn der Arbeitnehmer die Lage seiner Arbeitszeit und den Arbeitsort weitgehend selbst bestimmen kann oder die Arbeit von zu Hause ausübt. Wenn es schriftliche fixe Arbeitszeiteinteilungen gibt, so reicht es aus, wenn der Arbeitgeber bestätigt, dass diese Arbeitszeiten auch tatsächlich eingehalten wurden. Allfällige Abweichungen sind jedoch wieder aufzuzeichnen. Die Pflicht zur Aufzeichnung von Ruhepausen entfällt, wenn entweder durch Betriebsvereinbarung oder in Betrieben ohne Betriebsrat durch schriftliche Einzelvereinbarung Beginn und Ende der Ruhepause festgelegt wurde oder wenn ein Pausenzeitraum definiert wurde, innerhalb dessen der Arbeitnehmer seine Pause nehmen darf. Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Mitarbeiter nicht mehr als 10 Stunden pro Tag und 50 Stunden pro Woche arbeiten. Benötigt Ihr Betrieb eine höhere zeitliche Flexibilität Ihrer Mitarbeiter, so lassen Sie sich bitte die Möglichkeiten durch einen Rechtsexperten der WKO Oberösterreich abklären. Weitere Infos finden Sie hier: https://www.wko.at/

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27. April 2016

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