WKOÖ | Rechtstipp: Haftung gegenüber Dritten

WKOÖ | Rechtstipp: Haftung gegenüber Dritten

Haftet ein Unternehmer im Zuge der Auftragserfüllung auch für seine Dienstnehmer bzw. Subunternehmer? Gibt es die Möglichkeit, durch Regressansprüche den Schaden überzuwälzen? Diese Fragen beantwortet unser Rechtsexperte in diesem Rechtstipp. Wenn Sie als Unternehmer zur Auftragserfüllung Subunternehmer oder Mitarbeiter einsetzen, haften Sie für deren Fehler, wie für Ihre eigenen Fehler. Gegenüber einem Subunternehmer können Sie sich dabei grundsätzlich vollständig regressieren, also den Schaden auf ihn überwälzen. Gegenüber einem Mitarbeiter ist dies nur sehr eingeschränkt möglich, da das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz hier Haftungsbeschränkungen vorsieht. So haftet ein Mitarbeiter nur dann unbeschränkt, wenn er vorsätzlich gehandelt hat – einen Schaden also zumindest in Kauf genommen hat. Bei einer bloßen entschuldbaren Fehlleistung hingegen entfällt seine Haftung zur Gänze. Im Bereich dazwischen gibt es ein Haftungsausmaß, das je nach Verschuldensgrad und den Umständen des Einzelfalles abgestuft ist. Es kann sich für Ihren Betrieb daher lohnen, wenn Sie eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Sollten Sie umgekehrt selbst als Subunternehmer für einen anderen Unternehmer tätig werden, empfiehlt es sich die Haftung zumindest für Fälle leichter Fahrlässigkeit auszuschließen. Dies ist zulässig, soweit es sich nicht um Personenschäden, also vor allem um Körperverletzungen handelt. Eine solche Haftungseinschränkung ist im Übrigen auch gegenüber Verbrauchern zulässig. Weitere Infos dazu finden Sie unter: https://www.wko.at/

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13. April 2016

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