WKOÖ | Rechtstipp: Krankenstand

WKOÖ | Rechtstipp: Krankenstand

Rund um Krankenstände kommt es vielfach zu Fragen, wie etwa: Kann man eine Bestätigung vom Arbeitnehmer einfordern und worauf ist zu achten? Antworten darauf gibt unser Rechtsexperte in diesem Rechtstipp. Kann der Arbeitnehmer wegen Krankheit nicht zur Arbeit kommen, hat er dies dem Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen. Der Arbeitgeber kann vom Arbeitnehmer die Vorlage einer Krankenstandsbestätigung verlangen. Aus dieser Bestätigung müssen der Beginn und die voraussichtliche Dauer des Krankenstandes, sowie der Grund der Arbeitsunfähigkeit ersichtlich sein. Auf die Bekanntgabe der konkreten Diagnose hat der Arbeitgeber jedoch keinen Anspruch. Teilt der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber ein konkretes Enddatum seines Krankenstandes mit, ist er aber über dieses Datum hinaus im Krankenstand, hat sich der Arbeitnehmer erneut krank zu melden. Wenn der Arbeitnehmer seinen Meldeverpflichtungen nicht nachkommt, so verliert er für die Dauer seiner Säumnis den Entgeltfortzahlungsanspruch. Im Krankenstand hat sich der Arbeitnehmer so zu verhalten, dass er möglichst bald wieder gesund und arbeitsfähig wird. Kuriert sich der Arbeitnehmer nicht aus, sondern nützt den Krankenstand für Urlaubsaktivitäten oder sonstige Erwerbstätigkeiten, sind arbeitsrechtliche Sanktionen denkbar. Auch eine Kontrolle des Krankenstandes durch die Gebietskrankenkasse sollte angeregt werden. Die WKO Oberösterreich unterstützt Sie in all diesen Fällen sehr gerne. Weitere Infos finden Sie unter: https://www.wko.at/

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13. April 2016

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